Sommer in Dublin - 7 Monate in Irland


Hallo Ihr Lieben!

 

Entschuldigt bitte meine lange Pause vom Bloggen! Die letzten Monate waren einfach vollgepackt mit Uni, Jobsuche, Reisen nach Deutschland, Arbeit und und und... Nebenbei habe ich natürlich auch versucht so viel wie möglich von Irland zu sehen!

 

Einige von euch wissen ja sicher, wie schwierig die Jobsuche für mich in Irland war. Ich hätte bevor ich nach Irland gekommen bin niemals gerechnet, da ich in Deutschland noch nie Probleme hatte einen Job zu finden. Ich dachte wirklich nicht, dass es in Irland so viel schwieriger werden würde.

Die Jobsuche war wirklich in den letzten Monaten meine größte Beschäftigung, insbesondere weil Dublin oder auch Irland generell super teuer sind und meine Ersparnisse für dieses Jahr langsam zuende gegangen sind. Nachdem ich auch Anfang des Sommers immer noch nichts gefunden hatte, habe ich wirklich mit dem Gedanken gespielt zurück nach Deutschland zu gehen und für die 2 Tage Uni die Woche mit dem Flieger zu pendeln, da dies immer noch günstiger gewesen wäre, als hier zu wohnen (ob ihr es glaubt oder nicht!). Die Mietpreise in Dublin sind in den letzten Jahren gigantisch gestiegen und ich bezahle bereits für mein kleines Zimmer 500€ Miete pro Monat. Und das ist noch nicht einmal besonders teuer für Dublin, denn generell zahlt man in der Innenstadt schon mal bis zu 800€ für ein Einzelzimmer, auch schon für Gemeinschaftszimmer zahlt man hier 400€ bis 500€! Aber auch Essen gehen und Lebensmittel an sich sind hier teurer als in Deutschland...

 

Pub in Kilkenny
Pub in Kilkenny

Nachdem ich es dann irgendwann fast aufgegeben hatte nach Jobs zu suchen, die etwas mit Jura zu tun hatten, habe ich einfach einen Kellnerjob angefangen und nebenbei weiter Bewerbungen geschrieben. Man muss dazu sagen, dass man, gerade als Deutscher, kein Problem hat einen Vollzeitjob zu finden. Da hier sehr viele große internationale Firmen ihren Hauptsitz haben, gibt es viele Stellen für deutschsprachige Arbeitnehmer. Allerdings sind diese Jobs eigentlich immer Vollzeitjobs.

Es ist unheimlich schwierig als Student einen Teilzeitjob zu finden (Minijobs gibt es hier überhaupt nicht). Ich dachte wirklich zunächst, dass ich noch nicht mal einen Job in einem Geschäft oder Restaurant finde, weil ich Ausländerin bin. Allerdings habe ich dann mit einigen Iren gesprochen und wirklich jeder sagte mir, wie schwierig es sei eine Teilzeitstelle zu bekommen. Nachdem ich dann mit meinem Kellnerjob angefangen hatte, wusste ich auch wieso. Schon in dem Restaurant wo ich gearbeitet habe, haben am Tag 10 Leute ihren Lebenslauf abgegeben um sich zu bewerben. 

 

Jedenfalls hatte ich dann am Ende doch einige Bewerbungsgespräche und auch einige Jobangebote, unter anderem ein Job für einen großen Internetkonzern gewesen wäre oder in einer der größten Kanzleien Irlands als Paralegal. Allerdings wären diese Jobs Vollzeit gewesen und ich habe dann doch mit Blick auf das kommende Semester abgesagt. Schlecht habe ich mich gefühlt, als ich eine Teilzeitstelle abgesagt hab, die quasi extra auf meine Nachfrage anfang des Jahres in einem Unternehmen geschaffen wurde. Irgendwie hatte ich kein gutes Gefühl dabei, es hatte sich nicht richtig angefühlt die Stelle anzunehmen (und am Ende ist jetzt auch alles gut). Ich habe dann als Research Assistant an meiner Uni eine Stelle für ein Umweltrechtprojekt für die EU bekommen.

Ende gut, alles gut... und wenn es nicht gut ist, ist es auch noch nicht das ende

Glendalough mit meiner Mutter
Glendalough mit meiner Mutter

Dieser Spruch passt einfach so gut zu meiner Jobsuche, dann am Ende ist doch wirklich immer alles gut!

 

 

 

Der Job für meine Uni ist gut, aaaaber :) ... dann kam doch ein Angebot von einer Großkanzlei, die mir eine Teilzeitstelle im Steuerrecht als Wissenschaftliche Mitarbeiterin angeboten haben! Und das habe ich natürlich sehr, sehr gerne angenommen! Ich habe mich wahnsinnig gefreut, weil dies genau ein Job ist, den ich gerne machen wollte! Und so gerne ich auch französische Umweltrechturteile analysiere, arbeite ich lieber in Englisch und freue mich sehr darauf, wieder in einer Großkanzlei zu arbeiten.

Und jetzt genieße ich noch meine letzten "freien" Tage, denn bis ich den neuen Job anfange, arbeite ich noch weiter am Umweltrechtprojekt und versuche noch einiges von Irland zu sehen. Letztes Wochenende ging es nach Belfast und dieses Wochenende nach zum Killarney Nationalpark!

Giants Causeway Northern Ireland
Giants Causeway - Northern Ireland
Rock of Cashel
Rock of Cashel

 

Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich mir trotz der ganzen Jobsuche so viel von Irland wie möglich angesehen habe. Ich war unter anderem in Kilkenny, wandern in Howth, viel am Meer (mein Lieblingsplatz), in Limerick oder habe einen Tagesausflug nach Blarney & Rock of Cashel gemacht!

 

Ich sollte übrigens mal eine Liste von den Orten machen, die mir in Irland bisher am besten gefallen haben, oder was meint ihr?

 

Jetzt habe ich noch 1 Woche, dann geht die Uni wieder los! Und ich freue mich richtig darauf... allerdings auch mit einem weinenden Auge... Denn, diesmal ist es wirklich mein letztes Semester für immer :( Mit meinem Refendariat werde ich nächstes Jahr beginnen. Den Platz habe ich schon und ab März fange ich dann in Köln mit dem Referendariat an. Ich weiß noch nicht so ganz, ob ich mir wirklich darauf freuen soll, denn für das zweite Staatsexamen zu lernen wird wahrscheinlich kein großer Spaß! Aber ich habe natürlich schon fleißig recherchiert, wie oft ich während des Referendariats ins Ausland gehen kann :D

 

 

Jetzt freue ich mich erstmal auf mein nächstes halbes Jahr in Irland, ich muss ja schließlich noch meine Bucketlist für Irland abarbeiten :D und es gibt hier einfach so viel zu sehen, vorallem wenn man gerne in der Natur ist, gerne wandern geht und Schlösser lieb (so wie ich)...

 

Meine Lieben, ich wünsche euch alles Gute und seid gespannt auf meine nächsten Blogbeiträge! Ich muss viel nachholen und habe so viele Fotos, die ich gerne mit euch teilen möchte!

 

 

Patricia


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