Warum reisen (mich) glücklich macht


Glück - ein ganz schön großes Wort, wie ich finde. Was bedeutet schon Glück? Ich glaube, Glück bedeutet für Jeden etwas anderes. Vieles kann Menschen glücklich machen und mich macht es glücklich auf Reisen zu sein

 

Reisen - das bedeutet für mich so viel: Abenteuer, neue Eindrücke, neue Menschen und fremde Kulturen kennen lernen - und vor allem: mehr von unserer wunderschönen, vielseitigen -Welt entdecken mit all meiner Neugier.

 

Reisen - das treibt mich an! Mein Studium fiel mir am Anfang leicht, doch zum Ende hin, zur Zeit der Examensvorbereitung, da hat es langsam nicht mehr so viel Spaß gemacht. Für mich galt und gilt dabei: ich brauche etwas worauf ich mich freuen kann, wie die nächste Reise, das nächste Ausflugsziel. Das macht das ganze Lernen dann schon viel erträglicher.

Die Planung

 

Irgendwann, da fing es an mir einfach Spaß zu machen Dinge zu planen. Wirklich, richtig viel Spaß!  Und was plant man lieber als den nächsten Urlaub oder die nächste große Reise? Für mich gibt es nichts, was ich lieber plane! 

Und so macht mich schon die Planung der nächsten Reise ein kleines bisschen glücklich. Das Planen der nächsten Reise ist nämlich mit Aufregung und Vorfreude verbunden, denn das nächste Ziel musst ja nun mal erst ausgesucht werden. Die Welt ist so groß und es gibt so unendlich viel zu sehen. Und irgendwann hoffe ich, dass ich eine ganz, ganz bunte Scratch Map haben werde. Aber dafür muss ich vorher noch ganz viel PLANEN :)

Vorfreude

Vorfreude ist die schönste Freude - dieses Sprichwort kann ich wirklich so unterschreiben. In der Fantasie malt man sich nämlich manchmal die Orte noch schöner aus, als sie sind.

Na klar, bis jetzt kann ich eigentlich von keiner Reise behaupten, dass sie blöd war, aber ein paar Enttäuschungen waren natürlich schon dabei. 

Ich liebe die Vorfreude auf die nächste Reise. Ich bin beim Planen schon aufgeregt und kribbelig und muss dann natürlich noch ganz viel im Reiseführer und Internet alle möglichen Informationen zu den schönsten Plätzen suchen, die ich auf keinen Fall verpassen darf. Und dabei bin ich auch schon wirklich ein ganz kleines bisschen glücklicher, weil ich mich einfach so doll freue.

fomo bekämpfen

Ich glaube, die meisten Menschen, die so viel reisen wie ich und irgendwie nie zur Ruhe kommen haben diese "Krankheit" - FOMO -  fear to miss out!

 

Ja wirklich, ich leider darunter... wenn ich bei Freunden oder Bekannten sehe, dass sie auf Reisen an tollen Orten sind, wo ich gerade nicht bin, denke ich immer sofort: So cool, ich muss das auch machen! Ich muss dabei sein, ich muss auch mal nach da reisen! Wenn ich das nicht auch mache, verpasse ich was!

 

So zum Beispiel als eine Freundin alleine mit dem Rucksack durch Südamerika gereist ist, da dachte ich, wieso mache ich sowas nicht?! (Jaa.. weil ich halt mein Staatsexamen bestehen musste und auch nicht im Lotto gewonnen habe)....

 

Aber was hilft mir da - natürlich: R E I S E N  :)

Wenn ich dann mal wieder unterwegs bin, und sei es nur beim Wandern in der Eifel oder beim Städtetrip in Berlin, da habe ich dieses Gefühl natürlich nicht  - denn ich mache gerade etwas, jaaa ich erlebe endlich etwas Neues, was anderes als hinter meinem Schreibtisch 9 Stunden am Tag zu sitzen. Ich kann nichts missouten, weil ich ja gerade etwas erlebe! Heilbar ist das wohl nicht, dieses FOMO, aber solange ich gerade meine nächste Reise plane oder reise, ist es nicht ganz so schlimm und das macht mich natürlich sehr fröhlich und glücklich!

An Aufgaben und neuen Erfahrungen Wachsen

Auch schlechte Erfahrungen machen mich im Nachhinein glücklich, auch wenn sich das komisch anhört... Aber wenn ich zum Beispiel darüber nachdenke, wie sehr ich an der Zeit während meines Auslandssemester (währenddessen ich öfters mal gar nicht so glücklich war, weil ich mich in dieser Kleinstadt in Frankreich gar nicht wohl gefühlt habe) gewachsen bin, macht mich das glücklich. Die Zeit im Ausland hat mich viel stärker und selbstbewusster gemacht. Dafür bin ich im Nachhinein sehr dankbar.

Jede schlechte Erfahrung macht uns, meiner Meinung nach, stärker. Man lernt auch mit negativen Erfahrungen umzugehen und wird viel offener. Ich bin dadurch viel selbstbewusster geworden und das macht mich glücklich.

eine erfahrung reicher

Auf Reisen erlebt man ziemlich viel und manchmal auch Negatives. Trotzdem möchte ich fast nichts missen, was mir bis jetzt passiert ist (na gut, vielleicht die Erfahrung als sich in Mauritius ein betrunkener Typ einfach in unser Auto gesetzt hat oder wo ich nachts in Banff im dunkel auf dem Campingplatz allein 3 Meter von einem etwas aggressiven Hirschen gestanden hab oder wo ich mir beim Campen in Kanada, die Bänder am Fuß gerissen hab (und dann einfach mit Bänderriss gewandert bin)).. 

 

Ich habe das Gefühl, dass alles was ich bis jetzt erlebt habe, mich zum Positiven verändert hat und ich viel offener für Neues und andere Menschen geworden bin, dass ich an schlechten Erfahrungen gewachsen bin und weiß, dass ich Vieles alleine schaffen kann. Und ich bin sicher, dass ich heute jemand anderes wäre, wenn ich in den letzten Jahren nicht so viel gereist wäre.

Die heimat wertschätzen

Ja, ich bin froh & dankbar, dass ich in Deutschland (und in Europa) aufgewachsen bin - in einer Zeit die mir erlaubt frei und fröhlich zu sein und alles erreichen zu können was ich möchte, wenn ich dafür hart genug arbeite. 

Natürlich ist es auch bei uns in Deutschland immer noch so, dass man als Kind von normalen Eltern nicht auf Eliteschulen gehen und ewig im Ausland an privaten Universitäten studieren kann, aber trotzdem habe ich eine gute Schule besucht und konnte an der Uni studieren, die ich mir ausgesucht habe - und das auch als Frau. 

In anderen Ländern ist dies nicht so einfach möglich und auch in einigen Ländern in Europa herrschen noch andere Frauenbilder. Da kann man nicht so einfach entscheiden, was man werden möchte oder mit wem man zusammen sein möchte. Woanders hat man vielleicht nicht die Möglichkeit ohne reiche Eltern überhaupt zur Schule zu gehen oder zu studieren. Dafür bin ich sehr dankbar und empfinde dieses Glück nicht mehr als so selbstverständlich wie früher.

Der wow-jetzt-bin-ich-wirklich-hier moment

Kennt ihr ihn - diesen Moment von dem man lange geträumt hat? Ich liebe es, ich weiß noch genau, wie ich endlich am Lake Morraine in Kanada stand und mir diesen blauen Gletschersee angeschaut habe und einfach mal durchatmen musste - ich hatte mich einfach so unglaublich darauf gefreut und war nun endlich da - Ein purer Glücksmoment für mich! 

Dafür lohnen sich alle Strapazen und Stress, den man beim Planen manchmal hat. 

 

 

Jetzt interessiert es mich aber, was DICH am Reisen glücklich macht! Teilst du meine Ansichten, oder macht dir etwas anderes am Reisen mehr Spaß?


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Kommentare: 3
  • #1

    Jürgen P (Dienstag, 03 Oktober 2017 19:21)

    Hallo Patricia,
    Ein schöner und ehrlicher Artikel. Ich verreise auch gerne und freue mich schon auf meinen nächsten Urlaub in Spanien. Ich komme gerne raus, das macht mich glücklich

  • #2

    Ha Duy (Donnerstag, 19 Oktober 2017 08:59)

    Reisen macht mich glücklich auch :)
    Es wäre sehr schön wenn man gleichzeitig arbeiten und reisen kann

  • #3

    Ally Shiny (Samstag, 21 Oktober 2017 12:06)

    ich liebe reisen auch sehr!


    xoxo ally
    [ allyshiny.blogspot.de ]